Wer wir sind
Der Verein
Über 42 Jahre Engagement und Erfahrung – von einer Elterninitiative zu einem verlässlichen Begleiter für betroffene Familien in Bonn.
Eltern, deren an Krebs erkrankte Kinder in der Universitäts-Kinderklinik Bonn behandelt wurden, schlossen sich Ende 1982 zu einer Selbsthilfegruppe zusammen, um gemeinsam mit den Ärztinnen, Ärzten und Schwestern der Station die damalige Behandlungssituation zu verbessern. Obwohl die Heilungschancen für krebskranke Kinder Anfang der 80er-Jahre enorm zugenommen hatten, waren die damaligen Räumlichkeiten wenig geeignet, die notwendige Intensivmedizin durchzuführen. Der Förderkreis hat sich dafür eingesetzt, dass dies geändert wurde – und seitdem vieles bewirkt:
- Finanzierung von Drittmittelstellen und Verbesserung der personellen Situation
- Schaffung von Wohnmöglichkeiten für Eltern in der Nähe der Klinik (Elternhaus)
- Beratung und finanzielle Hilfe für Eltern in Not (sozialrechtliche Betreuung)
- Ambulante Versorgung der Patienten zu Hause
- Spiel- und Bastelangebote für Patienten und Geschwister
- Schulische Förderung durch Vernetzung der Heimatschule mit der Klinik (Klassissimo 2.0)
- Anschaffungshilfen für medizinische Geräte, moderne Pflegebetten und Inventar der Station
- Bedarfsorientierte finanzielle Unterstützung einzelner Familien in krankheitsbedingten Notlagen
- Förderung der klinischen Forschung
- Menschliche Betreuung und Engagement
Die Diagnose Krebs trifft immer die ganze Familie. Deshalb ist das Förderkreis-Team ab der ersten Minute für die Patienten und ihre Familien da, um Ängste und Sorgen aufzufangen und dort zu helfen, wo es nötig ist.
Während der Therapie geht es darum, die Kinder und ihre Familien zu stärken und bei alltäglichen Problemen – wie dem schulischen Anschluss – zu helfen. Die Möglichkeit, in der Nähe der Kinder im Elternhaus zu übernachten und Kraft zu tanken, ist eine enorme Entlastung.
Alle Klinikangebote des Förderkreises sollen die medizinische Versorgung verbessern, das Wohlbefinden steigern, Familien unterstützen oder Hilfe bei Problemen geben. Unser Team steht auch Familien zur Seite, für deren Kind eine Heilung nicht möglich ist – und in der schweren Zeit danach.
Verstehen. Da sein. Helfen.
Chronik
1982
Zusammenschluss betroffener Eltern zu einer Elterninitiative, um gemeinsam mit den Ärztinnen, Ärzten und Schwestern die damalige Behandlungssituation in der Kinderklinik zu verbessern.
1983
Gründung des „Förderkreis für Tumor- und Leukämieerkrankte Kinder e.V.“.
1984
Grundsanierung der Station mit erheblichen Mitteln des Vereins (150.000 DM).
1986
Anmietung einer Wohnung zur Unterbringung auswärtiger Eltern.
1987
Kauf des Elternhauses in der Joachimstraße und Finanzierung der ersten Drittmittelstellen in der Klinik zur psychosozialen Betreuung.
1988
Im Elternhaus wird der Sitz und die Kontaktstelle des Dachverbandes (Deutsche Leukämie-Forschungshilfe – Aktion für krebskranke Kinder e.V.) eingerichtet. Mit den neuen Platzmöglichkeiten entstehen weitere Hilfsangebote:
- Psychosoziale Beratung und Begleitung von Eltern und Angehörigen
- Ambulante pflegerische Versorgung von Patienten zu Hause
- Pädagogische Betreuung von Patienten auf der Station und von Geschwistern in den Schulferien
- Schulische Förderung durch Vernetzung mit der Heimatschule (Klassissimo)
1992
Einbau eines Fahrstuhls im Elternhaus.
1995–1996
Der Förderkreis finanziert den dreistöckigen Klinikanbau und die Sanierung der Station und schafft so mehr Platz für Ambulanz und Intensivversorgung.
1997
Errichtung einer Tagesklinik sowie einer separaten Einheit zur autologen Stammzelltransplantation.
2016
Gründung des Vereins „Dat Bönnsche Hätz“ zur Unterstützung des Förderkreises. Die ausverkaufte Auftaktsitzung in der Bad Godesberger Stadthalle (800 Teilnehmer) wird ein großer Erfolg. Zugleich fällt der Startschuss für das neue Familienhaus auf dem Campus Venusberg, neben dem geplanten Eltern-Kind-Zentrum (ELKI) des Universitätsklinikums Bonn.
2023
Eröffnung des FAMILIENHAUSES auf dem Venusberg.
